23 busse aus cottbus auf der autobahn .. und den unzähligen anderen direkt in der stadt und rum herum und den vielen bullenautos wollen wir mal gar nicht sprechen ..
ich kann gar nicht richtig in worte fassen wie wütend mich das heute alles macht .. eigentlich nicht nur heute .. auch schon die ganze woche über .. war ja schließlich die aktionswoche ..
und dann auch noch diese maßlose dreistigkeit den trauermarsch in der neuse zu veranstalten, während schon seit 10 uhr der albertplatz mit linken dicht ist .. für bahn, auto und co. .. nein .. ich krieg das nicht in meinen kopf ..
was ich heut am liebsten machen würde, sag ich besser ma nich öffentlich .. wah!
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Dresden. Die Stadt Dresden verbindet an diesem Samstag ihr Gedenken an die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg mit einem klaren Zeichen gegen Rechtsextremismus. Tausende Menschen wollen sich in eine Menschenkette einreihen, die vom Rathaus bis zur Synagoge führt. Ein riesiges Banner mit der Aufschrift: „Für eine weltoffene Stadt. Gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit“ ziert seit Freitag das Rathaus der Elbestadt.
CDU-Regierungschef Stanislaw Tillich rief in einem Kommentar in der „Sächsischen Zeitung“ zum Mitmachen auf. „Wir können die Dresdner Bombennacht nicht trennen von Terror und Gewalt, die nach 1933 von deutschem Boden ausgegangen sind. Der 13. Februar ist deshalb auch immer ein Tag der Mahnung, den Anfängen von Diskriminierung und Hass zu wehren.“ Es sei widersinnig, wenn Ewiggestrige den Tag vereinnahmen wollen. „Sie haben aus der Geschichte nichts gelernt.“
Tillich ging damit auf einen sogenannten Trauermarsch von Neonazis ein. Das Innenministerium rechnet mit bis zu 8000 Rechtsextremen aus ganz Deutschland und dem Ausland. Der Jahrestag der Luftangriffe auf Dresden am 13./14. Februar 1945 gilt in der Neonazi-Szene als wichtiges Datum. Ein Großaufgebot der Polizei soll ein Aufeinandertreffen mit Linksautonomen verhindern. Die Polizei stellt sich auf mehr als 2500 gewaltbereite Demonstranten ein.
Nach den Worten von Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) ist es erstmals gelungen, eine breites und starkes Bündnis auf die Beine zu stellen. Die Menschenkette soll die Innenstadt „wie ein symbolischer Schutzwall“ umschließen und als Symbol friedlichen Erinnerns und Mahnens wie auch als klares Zeichen gegen die Vereinnahmung des Gedenkens durch Rechtsextreme wirken. „Von Dresden soll am 13. Februar ein Zeichen von Frieden und Menschlichkeit ausgehen.“ Auch der evangelische Landesbischof Jochen Bohl warb um Beistand für die Aktion. „Es ist wichtig, dass wir uns wahrhaftig erinnern und ein Zeichen der Versöhnung setzen, das Gedenken bewahren und Extremismus entschieden entgegentreten“, sagte Bohl. „Ich hoffe sehr, dass die Menschenkette geschlossen werden kann“. Laut Planung sollen sich die Reihen vom Altmarkt über den Külz-Ring und die St. Petersburger Straße bis zur Synagoge Punkt 14.15 Uhr schließen.
Dresden war bei Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber schwer zerstört worden, bis zu 25 000 Menschen verloren ihr Leben. Viele Jahre wurde in der Elbestadt an die Tragödie würdevoll erinnert - mit Gottesdiensten, Konzerten und stillen Gebeten. In den Vorjahren hatten zunehmend Rechtsextreme den Tag für ihre Zwecke vereinnahmt. Bei Einwohnern stößt das zunehmend auf Unmut. Insgesamt sind knapp 30 Kundgebungen im Stadtgebiet angemeldet.
Bereits am Freitag hatten Bürger der Stadt an das Schicksal ermordeter und verschleppter Juden erinnert. Vor der Gedenktafel für die Deportation der Juden am Bahnhof Neustadt wurden am Freitag Kränze und Blumen niedergelegt. Im Oktober 1938 hatte an gleicher Stelle die Abschiebung von 724 Dresdner Juden nach Polen begonnen. Am Samstag beginnen die Gedenkfeiern mit einer Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof, wo viele Opfer der Angriffe bestattet sind.
Dresden. Sachsens Oberverwaltungsgericht hat einen für diesen Samstag geplanten Aufmarsch von Neonazis zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens mit Einschränkungen gestattet. Nach dem am Donnerstag verkündeten Beschluss dürfen die Rechtsextremen demonstrieren - aber nicht unbedingt auf der von ihnen gewünschten Route. Außerdem wird der Stadt als Versammlungsbehörde das Recht eingeräumt, den Marsch zeitlich zu kürzen. Die Stadt Dresden hatte den Aufzug der rechtsextremen Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland untersagt und ihr lediglich eine „stationäre Kundgebung“ gestattet. Dies hatte bereits vor dem Verwaltungsgericht Dresden keinen Bestand. Unterdessen wächst der Widerstand gegen den geplanten Aufmarsch.
An diesem Samstag werden nach Zahlen des Innenministeriums bis zu 8000 Rechtsextreme aus ganz Deutschland und dem Ausland erwartet. Ein Großaufgebot der Polizei soll Ausschreitungen verhindern. Denn außer den Neonazis haben sich Tausende Gegendemonstranten in der Elbestadt angesagt. Der Dresdner Polizeipräsident Dieter Hanitsch rechnet mit etwa 2500 Gewaltbereiten. Dresdner Bürger und Politiker mehrerer Parteien wollen sich in eine Menschenkette einreihen und so ihren Widerstand gegen den Missbrauch des Gedenktages dokumentieren. Bei den Luftangriffen britischer und amerikanischer Bomber waren am 13./14. Februar 1945 bis zu 25 000 Menschen ums Leben gekommen, die Stadt wurde stark zerstört.
Überlebende von Konzentrationslagern forderten die Bundesregierung und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag auf, Neonazi- Organisationen in Deutschland zu verbieten. Entsprechend dem Potsdamer Abkommen und Artikel 139 des Grundgesetzes müssten alle faschistischen Nachfolgeorganisationen, ihre Schriften, Embleme und Aktivitäten unterbunden werden, hieß es in einer Erklärung des Auschwitz-Komitees in der Bundesrepublik Deutschland (Berlin). „Wer schweigt, stimmt zu!“, riefen sie zugleich zum Widerstand gegen Aufmarsch von Alt- und Neonazis in Dresden auf.
Sie mahnten, dass organisiertes Schweigen und Verschweigen die „Hölle von Auschwitz“ ermöglicht hätten. Es gehe darum, Widerstand gegen Geschichtsrevisionismus und ein Erstarken des Neofaschismus zu leisten. „Denn Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“, teilte die Internationale Föderation der Widerstandskämpfer - Bund der Antifaschisten mit. Die Rechtsextremismus-Expertin der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, Clara Hermann, rief auch Berliner auf, die Nazi-Gegner in Dresden zu unterstützen. Unterdessen reihen sich immer mehr Prominente in die geplante Menschenkette als Zeichen gegen die Vereinnahmung des Gedenkens durch Rechtsextreme ein. Zu ihnen gehören Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer und US-Generalkonsulin Katherine Bruckner. Auch Liedermacher Konstantin Wecker will sich nach Angaben des Bündnisses „Nazifrei Dresden“ beteiligen.
da wird der morgige trauermarsch doch in die dresdner neustadt verlegt. wer nun dresden bisschen kennt, weiss dass das ein selbstmordkommando ist bzw, dass man jeden bullen aus ganz deutschland benötigt, um das in grenzen zu halten.
fakt ist, ich werde morgen definitiv nicht rausgehen bzw nur mein spatzl auf arbeit fahren und dann schnell wieder heim .. hier ist morgen ausnahmezustand. die toten durch die bombenangriffe bringt es im übrigen auch nicht wieder - egal ob trauermarsch oder gegen"demo" und sonstigen schwachsinnigen kundgebungen, die die ganze stadt lahm legen ..
dazu hab ich noch ein bild vom letzten jahr .. blick aus dem fenster ..
und wer war nun schuld, dass das pure chaos am we herrschte? na klar .. niemand, weil jeder die schuld auf andere schiebt .. wieder ein artikel vom spiegel ..
In Dresden geht der Schwarze Peter um. Nach den Krawallen im Anschluss an das Derby zwischen Dynamo und Lok Leipzig besteht die Aufarbeitung zu großen Teilen aus Ignoranz, Verleugnung und Schuldzuweisungen. Den schärfsten Vorwurf erhebt dabei Lok-Präsident Steffen Kubald. "Die Eskalationen hätten verhindert werden können, wenn der sächsische Fußballverband einer Verlegung des Spiels zugestimmt hätte", sagte er SPIEGEL ONLINE.
Der DFB habe einen Vorschlag der Leipziger an den Sächsischen Fußball-Verband (SFV) herangetragen, das Heimrecht zu tauschen und das Spiel auf den Samstag ins Leipziger Zentralstadion zu verlegen. Für diesen Tag war das Traditionsderby der Dresdner Regionalliga-Mannschaft gegen Union Berlin terminiert, ebenfalls ein Spiel der höchsten Sicherheitsstufe. Doch der Sächsische Fußball-Verband lehnte laut Kubald diesen Vorschlag mit der Begründung ab, "dass sonst der Spielplan durcheinander kommt. Außerdem sei eine Fantrennung im Rückspiel dann nicht zu gewährleisten, weil zu dieser Zeit das Dresdner Stadion neu gebaut wird".
SPIEGEL ONLINE wollte den Sicherheitsbeauftragten des Sächsischen Fußball-Verbandes, Udo Ueberschär, mit diesem Vorwurf konfrontieren. Dieser zeigte sich jedoch nicht gesprächsbereit. "Ich habe heute den ganzen Tag zu tun, kann nicht mit Ihnen sprechen", sagte er am Telefon. Auf Nachfrage, dass es doch von öffentlichem Interesse sei, wenn 600 Fußballfans am Rande einer Fünftliga-Begegnung randalieren, erwiderte er: "Das ist ihre Meinung. Rufen Sie die Pressestelle des Verbandes an."
Dort wird man beim Stichwort "Randale" direkt an SFV-Präsident Klaus Reichenbach verwiesen. Warum der Verband einer Verlegung nicht zugestimmt habe? "Da lach ich mich kaputt", sagt Reichenbach zu SPIEGEL ONLINE. Sein Verband habe sehr wohl im Vorfeld der Partie bei der Polizei angefragt, ob man das Heimrecht tauschen soll. "Die Polizei hat gesagt, dass sie auf die Situation mit zwei Spielen an einem Wochenende in Dresden eingestellt sei und dass die Spiele wie angesetzt durchgeführt werden sollen", so Reichenbach. Ohnehin sei eine Verlegung keine Lösung, schließlich stünden immer wieder brisante Paarungen auf dem Spielplan: "Irgendwann müssen die Spiele ja ausgetragen werden."
"Vielen ging es um bloße Gewalt"
Auch Dynamo Dresden reklamiert die Idee der Spielverlegung für sich. Markus Hendel, Interims-Sicherheitsbeauftragter der Dresdner: "Wir haben den Vorschlag gemacht, das Heimrecht der zweiten Mannschaft zu verlegen, um Brisanz aus dem Leipzig-Spiel zu nehmen." Er bestätigt, dass die Polizei "aus logistischen Gründen" kein Interesse an dieser Maßnahme hatte. Logistische Gründe?
Eine Nachfrage bei der Polizei in Dresden bringt letztlich etwas Licht ins Dunkel: "Wenn beide Spiele an einem Tag ausgetragen worden wären, hätten wir unsere Kräfte auf beide Partien verteilen müssen", so Dresdens Polizeipressesprecher Thomas Herbst. "Zeitgleich mit dem Spiel der ersten Mannschaft hätte sich kein Dynamo-Fan für unsere Partie interessiert und es wäre bestimmt ruhig geblieben", so Kubald. Herbst hält dagegen: "Vielen ging es gar nicht um das Fußballspiel, sondern um bloße Gewalt. Dann hätte es die Ausschreitungen eben schon einen Tag früher gegeben."
Fanprojekt contra Fußballverband
Die Höhe der horrenden Kosten, die der Einsatz der rund 1300 Polizeibeamten verursacht hat, beträgt geschätzte 450.000 Euro. "Unsere Beamten müssen ja sowieso bezahlt werden, ob sie nun an diesem Wochenende im Einsatz sind oder nicht", wiegelt Schumann ab. "Das ist unfassbar, wenn man sich überlegt, in welcher Liga wir uns bewegen und welcher Aufwand betrieben werden muss", sagte der Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV), Hans-Georg Moldenhauer, der zugleich DFB-Vizepräsident ist.
Vielleicht wäre es sinnvoll, einen Teil dieses Betrages in präventive Fanarbeit zu stecken. Ob mit dem Geld dort allerdings sinnvoll gearbeitet wird, daran zweifelt Verbandspräsident Reichenbach: "Dresden erhält 240.000 Euro für die Arbeit mit den Fans. Wir müssen uns schon hinterfragen, warum sich noch so wenig bewegt."
Konfrontiert mit dieser Aussage verschlägt es Dresdens Fanprojektmitarbeiter Torsten Rudolph fast die Sprache: "Mal abgesehen davon, dass die Mittel, die uns zur Verfügung stehen, nicht halb so hoch sind wie die Zahl, die Herr Reichenbach nennt, führt er unsere Arbeit der letzten zwei Jahre damit ad absurdum." Drei Mitarbeiter versuchen seit Anfang 2005 in Dresden eine sozialpädagogische Fanarbeit aufzubauen. "Natürlich geht das nicht von heute auf morgen, aber unsere Arbeit zeigt die ersten Erfolge, gerade was Prävention bei Jugendlichen betrifft", so Rudolph.
Ob der erfolgreiche Weg allerdings in dieser Form weiter beschritten werden kann ist fraglich. Denn ausgerechnet die Politiker im Land Sachsen, das maßgeblich die Kosten für die Polizeieinsätze trägt, denken offenbar über eine Kürzung der Fördergelder für das Fanprojekt nach. "Es sieht so aus, als würde uns im kommenden Jahr mehr als ein Drittel der Zuschüsse fehlen. Dann müssten wir uns von einem Mitarbeiter trennen", so Rudolph, der sich dennoch nicht am Schwarze-Peter-Spiel beteiligen will. "Es wird Zeit, dass wir endlich alle an einem Strang ziehen. Diese ständigen Schuldzuweisungen helfen keinem."
Hoffentlich findet dieser Appell schnell Gehör. Am Mittwoch spielt Dynamo Dresden im Sachsenpokal in Leipzig - allerdings bei Sachsen II. Auch dieses Spiel wird wieder von einem Großaufgebot der Polizei abgesichert.
fussball, oder auch wie kloppt man sich am besten nach dem fussball mit union berlin und lok leipzig ..
dritte halbzeit, du darfst beginnen. hier der bericht vom aufregenden fussballwochenende in dresden von spiegel
Plötzlich geht alles ganz schnell: Polizeisirenen heulen auf, hektisch laufen Beamte in schwarzen Uniformen und martialischer Schutzkleidung über die vierspurige Fahrbahn. Links und rechts stehen Straßenbahnen still. Nichts geht mehr. Kahlrasierte Jugendliche mit Hass in der Stimme und ausgestreckten Armen grölen: "Juden Berlin". Dann ertönt ein ohrenbetäubender Knall, Flaschen fliegen, Menschen rennen durcheinander, einige stürmen in das Bahnhofsgebäude. Wieder rückt die Polizei an, rennt direkt zwischen die rivalisierenden Gruppen. Mittendrin schütteln verstörte Bahngäste den Kopf, Eltern eilen mit ihren Kindern zurück in das Bahnhofsgebäude.
o sah es am Samstag um 16.30 Uhr am Dresdner Hauptbahnhof aus. 45 Minuten nach der Regionalliga-Partie zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Union Berlin (0:1) wollten rund 250 Dynamo-Fans auf Biegen und Brechen eine Schlacht mit den verfeindeten Anhängern des Hauptstadtclubs anzetteln. 1500 Beamte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und von der Bundespolizei, zwei Polizeihubschrauber sowie Dutzende Einsatzfahrzeuge, die als Blechbarriere zwischen den Fangruppen dienten, verhinderten ein Aufeinandertreffen.
Am Sonntag ging es weiter, jagten sich wieder Fans und Polizei. Den Anlass bot dieses Mal die Landesligapartie zwischen Dynamos zweiter Mannschaft und Lok Leipzig. Weil unterklassige Fußballspiele gerade in Leipzig und Dresden regelmäßig solche kostspieligen und brandgefährlichen Szenarien provozieren, stellt sich die Frage, ob es überhaupt noch vertretbar ist, solche Partien durchzuführen.
"Natürlich ist so ein Polizeiaufwand für ein Landesliga-Spiel unverhältnismäßig", sagte Markus Hendel, Sicherheitsbeauftragter von Dynamo Dresden, heute zu SPIEGEL ONLINE. Angesichts der dauerhaft prekären Lage war er allerdings vor allem erleichtert, dass die Polizei nur vergleichsweise wenige Ausschreitungen zuließ. "Wir müssen weiter viel präventive Fanarbeit leisten, um irgendwann wieder den Fokus auf den sportlichen Teil zu verlagern", so Hendel. Es wird ein sehr, sehr weiter Weg werden.
Denn bei den Dresdner Anhängern, die am Samstag am Bahnhof auf Randale aus waren, dürfte jegliche "präventive Fanarbeit" sinnlos sein. Sie sind nur enttäuscht darüber, dass an diesem Tag, wie einer sagt, "nichts geht". So löst sich der Dresdner Mob, in dem sich halstätowierte Rechtsradikale ebenso fanden wie kampfbereite Frauen im Jogginganzug und dick vermummte Teenies, frustriert auf. Schließlich hatte man mit den Berlinern noch einige Rechnungen offen. Die aus alten DDR-Zeiten beispielsweise - denn die alten Rivalitäten taugen als vorgeschobene Rechtfertigung für Gewalt unter Ostclubs immer noch. Selbst in der fünften Liga.
Vor dem heutigen Landesliga-Derby zwischen Dynamo II und Lok Leipzig (das Spiel endete 2:0) hatten sich die gewaltbereiten Fans beider Lager schon vorher angeheizt. Dresdner Anhänger beschmierten das Vereinsgraffiti am Leipziger Bruno-Plache-Stadion. Die Zahlen 28.10. und ein großes Kreuz sollten kein Zweifel daran lassen, was Leipziger Fans heute in Dresden erwartete. Die Leipziger wiederum verewigten sich an den historischen Flutlichtmasten sowie an den Cateringständen im Dresdner Stadion mit Lok-Schriftzügen. Seit Tagen kursierten im Internet zudem martialische Videos: Collagen von früheren Straßenschlachten wurden dabei mit Kampfansagen für den heutigen Tag angereichert.
Die Leipziger zeigten sich von ihrer geschmacklosesten Seite und entwarfen Plakate, auf denen die Stadt Dresden im Jahr 1945 in Kriegstrümmern zu sehen ist. Eine Siegesgöttin mit Lok-Fahne in der Hand posiert darüber. Der Slogan lautet: "Auf nach Dresden". In zahlreichen Diskussionsforen im Internet überschlugen sich daraufhin die Drohungen aus beiden Lagern. Vielleicht war das der Grund, dass der sächsische Fußballverband im Vorfeld beschloss, lieber keine Fernsehkameras für das Fünftliga-Derby ins Stadion zu lassen. Schließlich interessierten sich die Sender ja auch sonst nicht für solche Spiele. Nach einigen Protesten durfte zumindest der MDR drehen.
Was die Kollegen vor die Kamera bekamen, war ein munteres Landesliga-Spiel mit zwei Roten Karten. Die befürchteten Krawalle im Stadion blieben aus. Lediglich einige Dresdner Fans bewarfen die Polizisten im Innenraum immer wieder mit Feuerwerkskörpern. "Das ist natürlich nicht schön. Dennoch bin ich zufrieden, dass es im Stadion nicht zu größeren Ausschreitungen gekommen ist", so Hendel.
Nach dem Spiel eskalierte die Situation dann aber. Während die Lok-Fans in einem Spalier von Einsatzfahrzeugen und Beamten zum Dresdner Hauptbahnhof geleitet wurden, versuchten Dynamo-Hooligans immer wieder, die Gästefans zu attackieren. Kurz nach dem Schlusspfiff griffen rund 200 Dresdner unweit des Stadions eine Gruppe Beamten an, warfen Steine und feuerten mit Leuchtspur. "Wir wurden massiv bedrängt, haben die Situation aber schnell in den Griff bekommen", sagte ein Dresdner Polizeipressesprecher SPIEGEL ONLINE. Die Beamten drängten den Mob in Richtung Hauptbahnhof, wo sich die Krawalle fortsetzten.
Zug in letzter Minute gestoppt
Während die Leipziger auf einem eigens für sie abgesicherten Eingang Richtung Zug eskortiert wurden, gingen Dresdner Hooligans auf dem Bahnhofsvorplatz erneut auf die Beamten los. Nachdem die Polizeikräfte die Angreifer mit Schlagstöcken und Pfefferspray vom Vorplatz gedrängt hatten, versuchte eine Gruppe Dresdner quer über die Gleise in den Hauptbahnhof und damit zu den Lok-Fans zu gelangen. Auf der Suche nach dem Gegner begaben sie sich in Lebensgefahr: Ein einfahrbereiter Zug konnte im letzten Moment gestoppt werden. Nach einem weiteren Vorstoß der Polizei löste sich die rund 200 Mann starke Gruppe schließlich auf.
Die Bilanz des Krawall-Wochenendes: 229 Fans wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Zehn Personen, darunter vier Polizisten, wurden verletzt.
"Für Toleranz und Integration" warb an diesem Spieltag der Deutsche Fußball-Bund und ließ Plastikbanner mit dem edlen Motto in den Stadien der oberen Ligen anbringen. Angesichts der programmierten Randale an Wochenenden wie diesem erscheinen solche frommen, in der Frankfurter Verbandszentrale erdachten, Appelle als Bekenntnis zur Hilflosigkeit.
Die nächsten Randalen beim unterklassigen Fußball sind bereits am kommenden Mittwoch zu befürchten. Dann trifft Dresdens Regionalligamannschaft im Sachsenpokal auf Sachsen Leipzigs zweite Mannschaft. Die Polizei kommt mit einem Großaufgebot. Die Randalierer auch. Es ist also wie immer.
Einmaliger Umzug auf den Ferdinandplatz wegen Bauarbeiten auf dem Altmarkt
Wegen Bauarbeiten auf dem Dresdner Altmarkt suchte die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit allen Marktbeteiligten einen Ausweichstandort für den renommierten Dresdner Striezelmarkt. Nach genauer Betrachtung verschiedener Plätze in der Innenstadt hatte sich die Stadtverwaltung mit den Händlerverbänden, der Dresden Werbung und Tourismus GmbH, der DEHOGA, Citymanagement, Vertretern der Kreuzkirche und Firmen, die mit organisatorischen Aufgaben um die Spezialmärkte betraut sind, für den Ferdinandplatz entschieden. Der neue Standort liegt zwischen der Waisenhausstraße/St. Petersburger Straße und dem Ferdinandhof in der Stadtmitte und ist etwa 500 Meter vom Altmarkt entfernt. Mit ca. 18.000 Quadratmetern bietet der Ferdinandplatz genug Fläche für alle bekannten Gestaltungselemente des Striezelmarktes wie Märchenschloss, Pyramide, Bühne und ca. 254 Hütten.
Nachdem der Dresdner Stadtrat im November 2006 den Alternativstandort beschlossen hatte, musste das Areal „markttauglich" hergerichtet werden. Das bedeutete u.a. Wasser- und Elektroanschlüsse installieren, Platz befestigen und Wege einrichten. Dafür wurden ca. 2.000 Kubikmeter überschüssiges Material abtransportiert und ca. 14.200 Quadratmeter Fläche planiert. Für die Fußgänger wird es zwischen den Striezelmarkthütten asphaltierte Flächen (9.000 Quadratmeter) geben. Versorgt werden die Stände über ein unterirdisches Rohrsystem mit Strom, Wasser und Abwasser. Dieses Rohrsystem ist fertig und frostsicher verlegt. Die Fußwege werden seit 15. Oktober asphaltiert, der Gehweg entlang der Waisenhausstraße wird bis zum 27. Oktober befestigt und verbreitert. Die Trafo- und Verteilerstationen werden in dieser Woche fertig installiert. Der 573. Dresdner Striezelmarkt kann pünktlich am Donnerstag, 28. November 2007 eröffnen. Bereits am 7. November wird die Striezelmarktfichte erwartet, die dann in der extra für sie eingebrachten Bodenhülse stehen wird.
Zum 573. Dresdner Striezelmarkt vom Donnerstag, 28. November bis Montag, 24. Dezember 2007 werden 254 Händler erwartet. Auf dem Handwerkermarkt präsentieren sich zehn Handwerksbetriebe. Geöffnet hat der Markt am Eröffnungstag von 16 bis 20 Uhr, Sonntag bis Donnerstag von 10 bis 20 Uhr und Freitag und Sonnabend von 10 bis 21 Uhr. Am 24. Dezember gibt es die letzte Besuchsmöglichkeit von 10 bis 14 Uhr.
Erster Höhepunkt ist die feierliche Eröffnung des Marktes am Mittwoch, 28. November 2007, 15 Uhr in der Kreuzkirche mit einem ökumenischen Gottesdienst. Der Dresdner Kreuzchor und die Dresdner Kapellknaben unter der Leitung von Kreuzkantor Roderich Kreile und Domkapellmeister Matthias Liebich sowie Kreuzorganist Holger Gehring werden den Gottesdienst musikalisch gestalten. Außerdem wirken Lichterengel und Bergmann mit. Im Anschluss daran wird die Eröffnungszeremonie auf der Märchenbühne des Striezelmarktes fortgesetzt. Repräsentanten der Stadt und Dresden-typische Figuren, wie Pflaumentoffel, Lichter-Engel und Striezel-Kinder sowie der Weihnachtsmann werden in die Zeremonie integriert. Am 1. Adventswochenende (1.und 2.12.) geht es dann weiter mit dem Pfefferkuchen- & Glaskugel-Fest. Am 8. Dezember findet das 14. Dresdner Stollenfest statt, am 15. Dezember das 9. Pyramidenfest und am 4. Adventswochenende (22.12.) wird die 2. Bergparade in Dresden erwartet.
Der Weihnachtsmarkt auf der Prager Straße startet ebenfalls am 28. November 2007 und ist bis zum 23. Dezember 2007 geöffnet. Auf der Hauptstraße öffnet der Weihnachtsmarkt am 30. November bis zum 23. Dezember 2007. Die Öffnungszeiten dieser beiden kommunalen Weihnachtsmärkte: am Eröffnungstag von 16 bis 21 Uhr, Sonntag bis Donnerstag von 11 bis 19 Uhr, Freitag und Sonnabend von 11 bis 20 Uhr.
Die Haltestelleninsel für die Straßenbahn „Prager Straße" an der Waisenhausstraße wird verbreitert, und es entsteht ein neuer Fußgängerüberweg. Dafür muss die Linksabbiegespur von der Waisenhausstraße in die Schulgasse zeitweilig eingezogen werden. Ein Teil des vorhandenen Geländers der Haltestelle wird demontiert. An dieser Stelle entsteht ein Übergang für Fußgänger mit einer Ampelanlage. Die Einbahnstraße vor dem Rathaus wird umgekehrt. Hier erfolgt der Aus- und Einstieg in Reisebusse, die vom Dr.-Külz-Ring rechts in die Schulgasse und über die Kreuzstraße in die St. Petersburger Straße einbiegen. Die Einfahrt in den Dr.-Külz-Ring vom Rathausplatz ist dann nicht mehr möglich.
ein brief des holiday inn an die npd-landtagsfraktion
Dresden, 18. Oktober 2007
Ihre Zimmerreservierung im Holiday Inn Dresden
Sehr geehrter Herr Apfel,
sehr geehrter Herr Delle,
wir erhielten heute Ihre über www.hotel.de getätigte Reservierung für den 7. November 2007 und sind einigermassen erstaunt, dass Sie ausgerechnet ein amerikanisches Hotelunternehmen mit ausländisch klingendem Namen bevorzugen.
Da Sie in unserem Hause nicht willkommen sind und ich es auch meinen Mitarbeitern nicht zumuten kann, Sie zu begrüssen und zu bedienen, haben wir hotel.de gebeten, die Buchung zu stornieren.
Sollte dies aus vertraglichen Gründen nicht möglich sein, darf ich Sie darauf hinweisen, dass ich sämtliche in unserem Hause durch Sie getätigten Umsätze unmittelbar als Spende an die Dresdner Synagoge weiterleiten werde. Betrachten Sie dies als kleinen Beitrag zur Wiedergutmachung für die Schäden, die Ihre damaligen Gesinnungsgenossen der Synagoge und vor allem ihren früheren Besuchern zugefügt haben.
Eine Kopie dieses Schreibens leiten wir an die Dresdner Presse weiter.
In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir
mit freundlichen Grüssen
MACRANDER HOTELS GmbH & Co. KG
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